Forschung

Der Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine verleiht seit 1989 den mit 15.000 Euro dotierten Ilse-Richter-Tierschutz-Forschungspreis. Frau Ilse Richter († 1987) aus Bad Münder hat unserem Verband einen Teil ihres Vermögens hinterlassen mit der Maßgabe, es zum Kampf gegen Tierversuche einzusetzen. Der Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine ist dem Auftrag, der ihm mit diesem Vermächtnis übertragen worden ist, dadurch gerecht geworden, dass er Wissenschaftler und Forscher auch finanzielle Anreize gibt und sie dadurch anspornt, neue Methoden als Alternativen und Ergänzungen zu Tierversuchen zu entwickeln.

 

Der Preis wird für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten aus dem Inland und dem deutschsprachigen Raum vergeben. Ziel der Arbeiten muss sein, Versuche mit oder am lebenden Tier bei der Entwicklung, Prüfung und Kontrolle von chemischen und pflanzlichen Stoffen einzuschränken, zu ersetzen und soweit wie möglich entbehrlich zu machen. Dies bezieht sich auf den Bereich der Arzneimittel, Lebensmittelzusatzstoffe und Bedarfsgegenstände sowie die Prüfung und Kontrolle kosmetischer Mittel.

 

Bei der Preisverleihung werden wissenschaftliche Arbeiten berücksichtigt, die im Sinne der vorgegebenen Ziele einen Beitrag insbesondere zur Weiterentwicklung pharmakologisch-toxikologischer Untersuchungsverfahren leisten. Die ausgezeichneten Arbeiten sollen auch einen biologischen Aussagewert für den Menschen und begründete Relevanz für den Tierschutz haben.

 

Der Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine e.V. ist der einzige Landes-Tierschutzverband in Deutschland, der sich durch die Auslobung eines Tierschutzforschungspreises aktiv um die Entwicklung von Alternativ- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen bemüht.

Bisherige Preisträger

Der Forschungspreis 1989 ging an Frau Dr. med. Iris Löw-Friedrich und Prof. Dr. med. Wilhelm Schoppe (Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main) für ihre wissenschaftliche Arbeit „Entwicklung eines Zellkultur-Modellsystems zur Überprüfung von Cardiotoxizität“ (mehr)

Der Forschungspreis 1991 konnte nicht vergeben werden, weil sich unter den Bewerbungen keine Arbeit fand, die den Ansprüchen der Ausschreibung gerecht wurde.

Der Forschungspreis 1993 ging zu gleichen Teilen an Professor Dr. Heinrich P. Koch (Institut für pharmazeutische Chemie der Universität Wien) für seine wissenschaftliche Arbeit „Der Hefetest: Eine Alternativmethode zur Bestimmung der akuten Toxizität von Arzneistoffen und Umwelttechniken“ und Privatdozent Dr. Manfred Kietzmann (Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der Tierärztlichen Hochschule Hannover) für seine wissenschaftliche Arbeit „Das isolierte perfundierte Rindereuter als Modell der dermalen Resorption“. (mehr)

Der Forschungspreis 1995 konnte nicht vergeben werden, weil sich unter den Bewerbungen keine Arbeit fand, die den Ansprüchen der Ausschreibung gerecht wurde.

Der Forschungspreis 1997 ging an Professor Dr. Gerd Dannhardt, Dr. Mareta Kreher, Ulrike Nowe und Dr. Andreas Pies (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) für ihre wissenschaftliche Arbeit „Der HET-CAM-Test Zur Bestimmung der antiphlogistischen Potenz neuer Substanzen“. (mehr)

Der Forschungspreis 2000 ging an Dr. med. vet. Fischer, Apotheker Markus Weigandt und Dr. med. Stefan Fennrich für ihre wissenschaftliche Arbeit „Optimierung und Validierung eines In-Vitro-Pyrogentestes als Alternative zum Kaninchen- Pyrogentest auf der Basis von humanem Vollblut“. (mehr)

Der Forschungspreis 2005 ging zu gleichen Teilen an Doktorandin Anja Babel (Mannheim) für ihre wissenschaftliche Arbeit „Bestimmung der Isoformenverteilung mittels Kapillarelektrophorese als Alternative zum Bioassay an der Normozythämischen Maus in der Qualitätskontrolle von Erythropoietin“ und Dr. Peter Hauff, Michael Reinhardt und Dr. Andreas Briel (Firma Schering, Berlin) für die Entwicklung des Verfahrens „In vivo Sono-Immuno-Histologie“. (mehr)

Preisvergabe: 1989 | 1993 | 1997 | 2000 | 2005

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